Arbeitserzieherische Hilfe

Vorrangiges Ziel ist es, die im Rahmen der stationären Jugendhilfe bei uns untergebrachten Kinder und Jugendlichen durch die arbeitserzieherische Hilfe zu stabilisieren mit dem Ziel, dass eine dauerhafte Einschränkung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft abgewendet werden kann. Die arbeitserzieherische Hilfen bietet dem Kind bzw. Jugendlichen die Möglichkeit, im Einzelkontakt auf der Grundlage der gemeinsamen, handwerklichen Arbeit einen Zugang zu sich und den eigenen Ressourcen zu bekommen, um den Anforderungen des Alltags besser gerecht werden zu können. Ein weiteres Ziel dieses Moduls ist die Erhöhung der Frustrationstoleranz und das Trainieren und Schulen des Werksinns. (Werksinn = Das Bedürfnis des Kindes, etwas Nützliches und Gutes zu machen, bezeichnet Erikson als Werksinn bzw. Kompetenz. Kinder wollen nicht mehr nur „so tun als ob“.)
Die arbeitserzieherische Hilfe dient explizit der Selbstwirksamkeitserfahrung und somit der Stärkung und dem Ausbau der Resilienz des Kindes/Jugendlichen.

Die arbeitserzieherische Hilfe findet im Einzelsetting statt. Diese im Einzelkontakt entstehende Beziehung bietet die Sicherheit, um sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Der Stundenumfang beträgt 6 Stunden pro Kind pro Monat, inklusive der entsprechenden Vor-und Nachbereitungszeit. Kernbereich des Angebotes sind Projektarbeiten vor allem im Bereich „Holz“, die sich das Kind aussucht. Hausmeistertätigkeiten werden, dann durchgeführt, wenn es zum einen das Kind möchte und zum anderen im Rahmen der Zielplanung hilfreich ist. Durch die gezielte Anleitung und der Strukturierung der Arbeitsabläufe lernt das Kind, der Jugendliche seine Fertigkeiten zu erproben und zu erweitern. Planerisches Handeln, als Grundlage für die handwerkliche Arbeit, wird eingeübt, die Frustrationstoleranz trainiert und der Werksinn geschult.

Personal:

Arbeitserzieher (zusätzliche Qualifikation als Schreinermeister)