„Das Wichtigste bei der Behandlung emotional gestörter Kinder ist dies: Dass man sie und ihre Probleme mit dem größten Respekt behandelt“.

Dieses Zitat von Bruno Bettelheim fasst die vom Träger und von der Heimleitung erwartete Grundhaltung den Kindern und Jugendlichen gegenüber treffend zusammen.
Es ist ein konzeptioneller Grundsatz, dass Kinder/Jugendliche und deren Eltern mit Wertschätzung, Achtung und Respekt behandelt werden. Diese Haltung kann und darf nicht vor den Problemen und Sorgen der Menschen halt machen, die Hilfe zur Erziehung in Anspruch nehmen.
Wir wissen, dass das „auffällige Verhalten“ unserer Kinder und Jugendlichen, sei es noch so destruktiv und sozial unerwünscht, für das Kind eine gelernte Überlebensstrategie ist, an der es so lange festhalten wird, bis es eine Verhaltensalternative wahrnehmen, verstehen und annehmen kann. Das braucht unter Umständen viel Zeit. Unsere PädagogInnen sind bereit, diese Zeit auszuhalten und mitzutragen, ohne das unerwünschte Verhalten als solches zu akzeptieren. „Unser Auftrag ist es, nicht die Schwierigkeiten, die ein Kind macht, in den Fordergrund unserer Überlegungen und unseres Handelns zu stellen, sondern die Probleme und Schwierigkeiten die das Kind hat“ zu sehen und zu verstehen (zit. nach Herrman Nohl).
Auf der Grundlage eines christlich-humanistischen Menschenbildes wollen wir fachlich, qualifiziert und professionell mit den Eltern und den Jugendämtern zum Wohle der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zusammenarbeiten.