„ISB“ (intensive schulische Begleitung)

Ziele des Projekts
  • Schülern einen Rahmen in einer Kleinst-Gruppe zu bieten, in dem Schule (wieder) Spaß macht
  • Die Kinder und Jugendlichen sollen beim Erwerb der sozialen und schulischen Kompetenzen (Schulfähigkeit) die Begleitung und Unterstützung erfahren, die sie benötigen, um in eine Schulklasse des SBBZs mit Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung bzw. in eine allgemeinen Schule integriert werden zu können. Das heißt:
    • Schaffen einer empathischen, wertschätzenden und schützenden Atmosphäre
    • Selbstwert und Selbstkonzept der Schüler verbessern
    • Schulängste abbauen, Motivation für Schule aufbauen
    • Leistungslücken schließen und zu altersgemäßem Leistungsstand heranführen
    • Lerntechniken verbessern
    • Aufmerksamkeit erhöhen, Konzentrationsfähigkeit erweitern
    • Handlungsstrategien in Konfliktsituationen erlernen
    • Pro-soziales Verhalten erlernen
    • Entdecken und entwickeln neuer Interessen
Indikation für eine Aufnahme in das Schulmodellprojekt
  • Verhaltensbedingte Unbeschulbarkeit in einer Schule
  • Defizite nach langer Schulabwesenheit aufgrund Schulverweigerung u./o. Klinikaufenthalten bei gleichzeitiger Inanspruchnahme der Hilfen zur Erziehung in Form von stationärer und teilstationärer Unterbringung
  • Angstsymptomatiken aufgrund schwieriger Biographien
  • Symptomatiken, die die Teilhabe am Leben der Gesellschaft nicht nur vorübergehend erheblich erschweren
  • Selbst- und fremdgefährdende Verhaltensweisen
  • sexualdelinquente Jugendliche
Methodik
  • ermutigende, ressourcenorientierte Grundhaltung
  • Nach einer Eingewöhnungsphase wird ein individueller Förderplan mit Wochenzielen erstellt.
  • Ein Klassen-Team aus Lehrer und Heilpädagogischer Unterrichtsbegleitung (HPU) unterstützt den Schüler individuell
  • Unterricht in Kleingruppen bis hin zum Einzelunterricht, falls erforderlich
  • Training des Sozialverhaltens
  • Einbeziehung Erlebnispädagogischer Elemente
  • Regelspiel-Situationen
Aufnahmekriterien
  • Vorliegen eines Feststellungsbescheides zum Besuch eines SBBZs mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung
  • Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten sowie des zuständigen Jugendamtes
  • Schüler der Klassenstufen 1 – 9, der Bildungsgänge Grund- und Werkrealschule, sowie des SBBZs mit Förderschwerpunkt Lernen